Aktuelles

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Sich getragen fühlen

Bergwochenende der Jugendlichen im Regnum Christi in Bayern zum Thema christliche Gemeinschaft

Bei strahlendem Sonnenschein starteten am 28. August 27 Jugendliche und zwei Priester der Legionäre Christi von Werfenweng in Österreich ins gemeinsame Bergwochenende. Das Wochenende stand unter dem Thema „Gemeinschaft“.

Der Weg führte die Gruppe zur Freilassinger Hütte, dort wurden die Bergsteiger mit einer wunderschönen Aussicht und einer modernen, gemütlichen Unterkunft belohnt. Nach dem gemeinsamen Zubereiten des Abendessens und dem Eintreffen einiger Nachzügler saßen alle noch länger zusammen, spielten Gesellschaftsspiele und unterhielten sich.

Der nächste Tag startete mit einem ausgiebigen Frühstück, einem kurzen Morgenlob und der ersten thematischen Einheit des Wochenendes, gehalten von P. Alejandro Espejo LC. „Der Mensch ist gut gemacht und für die Gemeinschaft geschaffen“, sagte er. Gemeinschaft dürfe kein Theater mit falschen Rollen und aufgesetzten Masken sein aber auch kein „Kino, wo man hinkommt und nur zusieht“. In einer guten Gemeinschaft könnten alle gemeinsam, mit ihren individuellen Talenten, auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Die richtige Auswahl des Ziels sei entsprechend wichtig.

Eine solche Gemeinschaft möchte auch das Regnum Christi als geistliche Familie in der katholischen Kirche sein, eine missionarische Gemeinschaft, die den einzelnen stärken und fördern, ihm eine echte Hilfe beim persönlichen Wachstum sein möchte. „Außerdem soll sie jedem Einzelnen, auch in Momenten der scheinbaren Einsamkeit, das Gefühl geben, von ihr getragen zu werden“, betonte P. Alejandro.

Auf dem Programm stand danach eine Bergmesse unter freiem Himmel, die bei strahlendem Sonnenschein und vor einem wunderschönen Panorama stattfinden konnte. Nach dem Mittagessen machten sich mehr als die Hälfte der Wanderer auf den Weg zum Gipfel, während andere eine gemütlichere Route wählten und die, die schon genug vom Wandern hatten, wieder zurück zur Hütte abstiegen. Nach fast zwei Stunden kam die erste Gruppe am Gipfelkreuz an und konnte die atemberaubende Aussicht genießen.

In seinem Vortrag sprach Konrad Meier am Abend darüber, was das Wesentliche einer Gemeinschaft sei. „Gott segnet Gemeinschaften nach seinem Herzen, denn um seine Liebe weiterzugeben brauchen wir ein Gegenüber“, sagte Konrad. „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt“, zitierte er aus dem Johannesevangelium (Joh. 13,35). In einer angeregten Diskussionsrunde sprachen die Teilnehmer anschließend über Themen wie Einsamkeit oder die Gemeinschaft im Regnum Christi.

Nach dem Abendessen versammelten sich alle wieder im Gemeinschaftsraum, um sich einen kurzen Impuls von Rupert Schmidt anzuhören: „In einer Gemeinschaft sollte Gott im Mittelpunkt stehen. Das passiert nur, wenn er im Mittelpunkt des Herzens von jedem Einzelnen ist. Dazu müssen wir ihm unser Leben geben, denn nur dann kann sich eine Gemeinschaft nach Gottes Vorstellungen entwickeln. Darunter versteht man eine Gemeinschaft, in der Jeder hundertprozentig er selbst, also genauso, wie er oder sie vor Gott ist, sein kann. Die göttliche und gemeinschaftliche Liebe sollen also der Mittelpunkt von allem sein.“

Beim darauffolgenden Heilig-Geist-Abend wurden, nach ruhigem Lobpreis, die „spirituellen Komfortzonen“ aller ausgetestet: es sollten Gruppen von jeweils drei Personen gebildet werden, die dann gegenseitig füreinander beteten.

Nach der hl. Messe am nächsten Morgen halfen alle zusammen mit, die Hütte zu putzen und aufzuräumen. Als Abschluss folgte eine kleine Feedbackrunde, in der alle ihre Verbesserungsvorschläge, aber auch ihre persönlichen Highlights einbringen konnten, bevor die ganze Gruppe, aufgrund des Regens, dick eingepackt in Richtung Tal aufbrach. Dort wartete auf sie ein leckeres Mittagessen und nach einem abschließenden Gruppenfoto ging es dann für die Teilnehmer zurück nach Hause.

Wie haben die Teilnehmer das Wochenende erlebt?

„Speziell an diesem Bergwochenende wurde mir bewusst, dass genau das ‚meine Leute‘ sind. Menschen, die versuchen jeden Tag aufs Neue Gott zu gefallen und ihm und ihren Mitmenschen zu dienen. Egal ob beim Tischabräumen, beim Kochen, beim andere bis zum Ziel des Bergs zu motivieren, in der Beichte, in Deep-Talks, oder einfach in den Spielen. In dieser Gemeinschaft ist der Heilige Geist spürbar. Sie hilft mir, mich immer besser kennenzulernen und mich so zu entfalten, wie Gott mich gedacht hat. Ich kann offene Fragen loswerden und meine Batterien für den Alltag wieder aufladen. Und ich weiß, dass ich da draußen nicht alleine bin und wir auch im Gebet verbunden sind. Mir wurde bewusst, dass ich ein Apostel für Christus sein möchte und habe mich entschieden dem Regnum Christi beizutreten, weil dies auch mein Charisma ist.“ (Theresa Klinger, Teisendorf)

„Wie sich im Wasser das Angesicht spiegelt, so ein Mensch im Herzen des andern. Wer wir sind, was wir machen, wie und warum wir das machen – unser ganzes Leben wird durch andere beeinflusst. Wir spiegeln so oft die Leute, mit denen wir viel zu tun haben, wieder. Und am meisten sind es unsere Freunde. Leute, mit denen man einfach so sein kann, wie man ist. Ohne Urteile. Ohne Hemmungen. Leute, die einen unterstützen und auch warnen, wenn etwas schiefgehen kann. Diese Leute, diese Gemeinschaft ist eine Voraussetzung für unser Tun und Denken, der Fels und der Grundstein für unser Selbstvertrauen und für mich, für ein authentisches Leben im Glauben.“ (Rudjer Mardjonovic, Kirchanschöring)

„Gemeinschaft ist für mich sehr wichtig, weil ich z.B. in einer christlichen Gemeinschaft im Glauben bestärkt werde, vor allem, wenn ich andere Jugendliche sehe/treffe, die auch glauben. Aber auch so finde ich eine gute Gemeinschaft wichtig, weil es einfach schön ist wo dazu zu gehören und zu wissen, dass die andere einen so akzeptieren, annehmen und mögen, wie man ist. Ich fand das Wochenende so schön, weil ich finde, man hat die Gemeinschaft wirklich gespürt und es war wirklich eine tolle Runde. Von den Aktivitäten fand ich die Bergtour am besten, weil ich es toll finde, wie jeder auf den anderen geschaut hat, niemand ist alleine gelassen worden und als wir endlich oben waren, war es echt ein tolles Gefühl es geschafft zu haben obwohl ich bei der Hälfte schon am liebsten umgedreht hätte, weil es so anstrengend war. Insgesamt fand ich das Wochenende super und es hat mega viel Spaß gemacht.“ (Franziska Kupferschmid, Rosenheim)

„Ich habe zwar den Großteil des Wochenendes verpasst aber der Teil, den ich am besten fand, war der Gemeinschaftsabend, wo sich alle noch einmal zusammengesetzt haben, einfach, weil man da noch einmal richtig gemerkt hat, wie aus dem Haufen zufällig zusammengewürfelter Jugendlicher von vor einem Jahr mittlerweile eine richtig coole Gruppe geworden ist, in der jeder dazugehört. Allgemein war auch die Zeit für den Austausch untereinander richtig genial.“ (Georg Klinger, Teisendorf)

Dienstag 22. September 2020

„Gott ist gut – zu jeder Zeit“

Am Kickoff des neuen ApostelHauses des Regnum Christi in Alzgern nahmen an die 170 Personen teil.

„Wie wunderbar ist es, dass ihr das ApostelHaus in Alzgern startet!“ Solche und ähnliche Kommentare konnte man am 13. September öfters hören. An diesem Tag fand der „KickOff“ zum Start des des ApostelHauses in Alzgern statt. Etwa 170 Personen von nah und fern waren angereist.

Aufgrund der behördlich vorgegebenen Schutzmaßnahmen bzgl. des Corona-Virus musste die Veranstaltung vollständig im Freien stattfinden. Doch der Himmel spielte mit und bescherte allen Anwesenden bestes Spätsommerwetter. Bei der heiligen Messe konzelebrierten von der Hausgemeinschaft der Patres in Alzgern insgesamt sechs Priester, zwei weitere boten die Möglichkeit zur Beichte unter freiem Himmel an. Musikalisch gestaltete den Gottesdienst die „Worship-Band“ des Regnum Christi in Bayern. Liedauswahl und -begleitung waren auf die verschiedenen Altersgruppen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – abgestimmt.

P. Joachim Richter LC, der neue Leiter des ApostelHauses, zeigte in seiner Predigt den Teilnehmern anhand von Beispielen aus Film und aktueller Geschichte anschaulich auf, wie lebensrelevant Vergebung für das tägliche Leben ist. Denn Groll macht krank und nimmt die Lebensfreude. Weil aber heutzutage viele Menschen das Geschenk der Vergebung gar nicht mehr kennenlernen, brauche es neue Apostel, die hinausgehen und allen Menschen kreativ vom Schatz des Glaubens erzählen. Hierin läge auch die Bedeutung des neuen ApostelHauses, so P. Joachim. „Gott ist so gut. Er ist sogar fähig, unseren Groll in Versöhnung und Liebe zu verwandeln.“ In einem gesungenen Dialog bekräftigten P. Joachim und die Teilnehmer während der hl. Messe im Wechsel: „Gott ist gut – zu jeder Zeit.“ – „Zu jeder Zeit – Gott ist gut.“

Nach einer Mittagspause, konnten die Teilnehmer bei einem Bingo-Quiz u.a. unter Beweis stellen, wie gut sie die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi, das Regnum Christi und das Haus in Alzgern bereits kennen.

Im Anschluss leitete P. Joachim die Präsentation der Vision für das ApostelHaus mit einem Lied von Pater Bennet Tierney LC ein, einem bekannten Priester der Legionäre Christi aus Irland: „Back to Genesis“. Ein Lied über die Harmonie, die Gott ursprünglich für die Menschen vorgesehen hatte.

„Das Fundament des ApostelHauses kann nur das Gebet sein. Deshalb bitte ich euch: Unterstützt dieses Haus und unsere Pläne mit eurem Gebet“, lud P. Joachim alle Anwesenden ein. Von den aktuell geplanten Ausbildungsangeboten im ApostelHaus wies P. Joachim besonders auf den Kurs „Ausbildung für Katechisten“ hin. Schließlich griff der 54-Jährige selbst zur Gitarre und trug begeistert ein paar geistliche Lieder vor. Mit „Mitmach-Zetteln“ lud er außerdem konkret zu Gebet und praktischer Unterstützung ein.


Abschließend konnten die Teilnehmer bei einer Hausführung (immer nur in Gruppen von max. zehn Personen) die bereits vorhandenen Räumlichkeiten besichtigen: die fast fertig umgebauten Gästezimmer sowie die für das nächste Halbjahr geplanten Umbauten.

Nach der Zeit des Corona-bedingten Lockdowns zu Beginn dieses Jahres war es für alle auch eine große Erleichterung und Freude, zum hoffnungsvollen Auftakt des ApostelHauses in Alzgern dabei sein zu können.

Die Patres im ApostelHaus freuen sich über jede Unterstützung. Das Haus ist wie folgt erreichbar:

ApostelHaus Alzgern
Emmertinger Str. 12
84524 Alzgern

Tel: +49 (0) 8671 50 71 430
E-Mail: info@apostelhaus-alzgern.de

Web: www.apostelhaus-alzgern.de

Sonntag 14. September 2020

Vorstellung Umbau im ApostelHaus

Wir wollen gerne einige Eindrücke mit euch teilen, was zuerzeit im ApostelHaus geschieht und was wir vorhaben.

Ältere Beiträge findest Du auf der offiziellen Regnum Christi Webseite